Beiträge zur Klinischen Chirurgie, 1896, Vol. 16 PDF

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Författare: P. Bruns.

Generell unterscheidet man zwischen einem primären Kaiserschnitt und einem sekundären Kaiserschnitt. Ein primärer Kaiserschnitt ist im Rahmen des Geburtsmodus geplant und die Geburt hat noch nicht begonnen, das heißt, es gab weder einen Blasensprung noch haben muttermundwirksame Wehen eingesetzt. Von einem sekundären Kaiserschnitt spricht man, wenn die Geburt bereits begonnen hat, das heißt, wenn die Fruchtblase gesprungen ist oder es zu muttermundswirksamen Wehen kommt, unabhängig vom Schwangerschaftsalter. Er beinhaltet deshalb auch die meisten mütterlichen und kindlichen Komplikationen, die unter der Geburt auftreten können und dazu führen, dass die Geburt nicht mehr gefahrlos fortgeführt werden kann.

Kaiserschnittentbindungen in Deutschland entfallen auf absolute Indikationen, hingegen werden ca. 90 Prozent aufgrund von relativen entschieden. Risiko eines Gebärmutterrisses bei einer Folgeschwangerschaft, besonders an der Narbe, ist erhöht. Tag länger, bis die Milch kommt. Das gesunde Kind hat für diese Zeit normalerweise genügend eigene Reserven, muss also nicht zugefüttert werden.

Jede Frau in Deutschland hat nach der Geburt ihres Kindes acht Wochen Recht auf den anfangs täglichen Besuch einer Hebamme bei sich zu Hause. Moderne, schonendere Operationsverfahren wie die Misgav-Ladach-Methode haben die Liegezeit im Krankenhaus auf wenige Tage verkürzt. Bei dieser Methode wird das Schneiden des Muskelgewebes stark reduziert. Stattdessen werden die Bauchdecke und die Gebärmutter durch Dehnen und Reißen des Gewebes so weit geöffnet, dass das Kind entnommen werden kann. In Deutschland lag die Kaiserschnittquote bei 31,1 Prozent.

Unter den Bundesländern lag dabei oft der niedrigste Anteil in Sachsen. Die deutsche Bundesregierung sah als Gründe für die steigende Kaiserschnittquote unter anderem einen wachsenden Anteil von Risikoschwangerschaften unter den Schwangeren sowie eine veränderte Nutzen-Risiko-Bewertung im Einzelfall aufgrund fortgeschrittener Operations- und Narkosetechniken. Die wachsende Häufigkeit von Kaiserschnittgeburten lässt vermuten, dass dies nicht nur auf medizinische Notwendigkeiten zurückzuführen ist. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes fiel 2011 bei rund einem Drittel aller Schwangerschaften die Entscheidung für einen Kaiserschnitt, wobei nur etwa 10 Prozent medizinisch indiziert waren. Ein Rolle spielte dabei zeitweise die zunehmende Zahl der Krankenhausentbindungen.

Zweifelsfall aus haftungsrechtlichen Gründen zunehmend zum Kaiserschnitt tendieren. Als wichtigster Einflussfaktor für diese Unterschiede wird das unterschiedliche Vorgehen bei den sogenannten relativen Indikationen für einen Kaiserschnitt aufgeführt. In den Vereinigten Staaten existieren regionale Unterschiede von 200 bis 300 Prozent in den Raten von primären Kaiserschnitten, die von der deutschen Bundesregierung durch unterschiedliche Entscheidungen von Geburtshelfern und einen Mangel an Leitlinien zur klinischen Entscheidungsfindung erklärt werden. Vaginalgeburten nach Kaiserschnitt sollen angestrebt werden. Bei einem erneuten Schnitt wird meist die alte Narbe wieder eröffnet.

Eine derbe, unschön verheilte alte Kaiserschnitt-Narbe wird spindelförmig ausgeschnitten, so dass nur eine Narbe zurückbleibt. Ein wiederholter Kaiserschnitt ist für den Operateur meist etwas schwieriger, da wie nach jeder Bauchoperation mit Verwachsungen gerechnet werden muss. Schnittentbindungen sind Operationen, die keinen hohen technologischen Entwicklungsgrad voraussetzen, sie konnten daher prinzipiell bereits in frühgeschichtlicher Zeit praktiziert werden. Vereinzelt konnten Ethnologen der Gegenwart solche Operationen bei indigenen Völkern miterleben. Keilschrifttafel, römische lex regia von 715 v.