Behinderung im Nationalsozialismus PDF

Wie bin ich geworden, wer ich bin? Mitarbeiterin behinderung im Nationalsozialismus PDF Arbeitsbereich Integrationspädagogik, Bewegung und Sport an der Freien Universität Berlin, Fabeckstraße 69, 14195 Berlin. Dabei ist die UN-Behindertenrechtskonvention seit 2009 auch in Deutschland rechtsverbindlich verankert.


Författare: Michael Grosskopf.
Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Sozialpädagogik / Sozialarbeit, Note: 1,3, Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, Veranstaltung: Konzepte und Methoden sozialer Arbeit, 8 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: 1. Vorwort
2. Darwinismus und Sozialdarwinismus
2.1 Darwinismus
2.2.2 Selektion
3. Eugenik
4. Euthanasie
5. Nationalsozialistische Ideologie und Sozialdarwinismus
6. Die Gesundheitspolitik
7. Rechtliche Grundlage zur Diskriminierung und Verfolgung behinderter Menschen
7.1 Gesetz zur Förderung von Eheschließung vom 01.06.1933
7.2 Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses (GzVeN) vom 14.07.1933
7.3 Gesetz über die Vereinheitlichung des Gesundheitswesen vom 03.07.1934
7.4 Gesetz zum Schutze der Erbgesundheit des deutschen Volkes vom18.10.1935
8. Hilfsschulen während der NS Zeit
9. Behinderung unter dem Hakenkreuz
10. "Auslöser" Massenmordes
11. Kindereuthanasie
12. Ausweitung der Euthanasie, die Aktion T4
13. Euthanasiestopp und Wilde Euthanasie
13.1 Die Euthanasiepredigt
14. Opferzahlen
15. Quellen
1 Vorwort
Diese Hausarbeit gibt einen Überblick über den Umgang mit Behinderten in der Zeit der NS-Diktatur. Ich zeichne den Weg von den Theoretischen Grundlagen über die Gesetzgebung bis hin zur Vernichtung.
2 Darwinismus und Sozialdarwinismus
2.1 Darwinismus
Unter Darwinismus versteht man eine Reihe von Konzepten, die auf Charles Darwins (1809-1882) Lehre der Evolution und der natürlichen Selektion zurück gehen. Charles Darwin entwickelte die erste Theorie eines natürlichen Prinzips für Evolution, dem der natürlichen Selektion. Sie erklärt die langsame Aufspaltung der Organismen in viele verschiedene Arten als Folge von Anpassungen an den Lebensraum. Von dieser Theorie leiten sich heutzutage alle modernen Evolutionstheorien ab. Der Begriff als solches wurde von Alfred Russel Wallace (1823-1913) eingeführt. Der von seiner Publikation, "On the Origin of Species by means of Natural Selection, or the Preservation of Favoured Races in the Struggle for Life",aus dem Jahre 1859, geprägte Begriff "Survival of the Fittest" wurde später auf die Humanbiologie übertragen und liefert somit eine der entscheidenden Grundlage für sozialdarwinistische Theorien und Denkansätze. Doch wird eine Reduzierung von Darwins Theorie auf die Selektion, welche beinhaltet dass nur der bestangepassteste und stärkste Organismus überleben kann, seinem Werk nicht gerecht, schreibt Darwin doch im letzten Satz seiner Einleitung: "(…) dass die natürliche Zuchtwahl das wichtigste, wenn auch nicht das ausschließliche Mittel zur Abänderung der Lebensformen gewesen ist."1
2.2.1 Sozialdarwinismus

Im Alter von 17 Jahren musste ihr infolge eines Unfalls das linke Bein vom Knie abwärts amputiert werden. Im darauffolgenden Jahr siegte sie bei den Commonwealth Games in zwei Wettbewerben für Sportlerinnen mit Behinderung. Zweite Szene: 18 Schülerinnen und Schüler mit und ohne intellektuelle Beeinträchtigung treffen sich einmal wöchentlich zum gemeinsamen Fußballspielen unter der Leitung eines Trainers des örtlichen Sportvereins. Begeistert nehmen die Kinder, die eine Förderschule und eine Regelschule in Rheinland-Pfalz besuchen, an regelmäßig stattfindenden inklusiven Fußballturnieren teil.

In diesem Artikel soll der Frage nachgegangen werden, ob es sich bei diesen zwei Szenen aus dem Spitzen- bzw. Freizeitsport, die das gemeinsame Sporttreiben von Menschen mit und ohne Behinderung beschreiben, um Paradebeispiele der gesellschaftlichen Realität im Jahr 2011 oder doch eher um Ausnahmesituationen handelt. Während in den 1950er Jahren männliche Kriegsversehrte in den Vereinen dominierten, differenzierte sich die Mitgliederstruktur mit der Zeit zusehends in Hinblick auf Geschlecht, Lebensalter und Art der Behinderung. Fortan nahmen weniger Kriegsinvaliden als vielmehr Menschen mit angeborener oder durch Unfall bzw.