Befreiungstheologie in Lateinamerika PDF

Historisch verantwortlich gemacht wird hier primär die Epoche des Befreiungstheologie in Lateinamerika PDF. Dieser habe die Wirtschaft der betroffenen Gesellschaften einseitig auf die Bedürfnisse von Kolonialmächten ausgerichtet und ihre Entwicklungsmöglichkeiten blockiert.


Författare: Stefanie Schmidt.
Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Theologie – Sonstiges, Note: 2,0, Universität Vechta; früher Hochschule Vechta (Hochschule Vechta), Veranstaltung: Theologische Grundlagen Sozialer Arbeit, 16 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Laut einem Bericht der Berliner Zeitung vom 19 November 2007 ist die Armut in Lateinamerika deutlich gesunken. Dies bedeutet jedoch nur, dass die Zahl der Menschen, die in Armut leben, heute erstmals seit 1990 unter 200 Millionen gesunken ist.
Als arm gilt hier, wer mit weniger als einem Dollar am Tag auskommen muss.
Sieht man solche Zahlen ist es nur schwer verständlich, dass die Armen Lateinamerikas immer noch als Minderheit dargestellt werden und politisch kaum bis gar kein Mitspracherecht haben.
Jedoch ist in den letzen 50 Jahren ein deutlicher Trend erkennbar: Die Armen werden sich ihrer Situation bewusst und werden von der Öffentlichkeit zusehends wahrgenommen.
Zwar hatte die Globalisierung für die Armen Lateinamerikas schwerwiegende Folgen dahingehend, dass sie zunehmend ausgenutzt und unterdrückt wurden, allerdings hat sie auch eine entscheidende positive Veränderung bewirkt: Die Armen wurden sich der Ungerechtigkeit ihrer Situation bewusst und es wuchs der Wunsch, die Wurzeln dieser Situation aufzudecken und zu bekämpfen.
Genau hier setzt die Befreiungstheologie an.
Im dem folgenden Text möchte ich einige Grundzüge der Befreiungstheologie näher erläutern, aufgrund der gebotenen Kürze werde ich mich speziell mit der geschichtlichen Entwicklung der Befreiungstheologie ab dem Zweiten Vatikanischen Konzil im Jahre 1962 sowie der vorrangigen Option für die Armen beschäftigen.
Da die Befreiungstheologie keine einheitliche Theologie darstellt und verschiedene Theologen die Art sowie den Sinn der Befreiungstheologie unterschiedlich auslegen, werde ich mich in dem folgenden Text vor allem nach den Ausführungen Gustavo Gutiérrez richten.
Die Theologie war und ist viel Kritik ausgesetzt. Konstruktive Kritik hat im Laufe der Jahre dazu geführt, die anfänglichen Thesen zu überarbeiten und zu verbessern.
Jedoch gibt es auch viele Kritiker, die der Theologie der Befreiung absprechen, eine echte Theologie zu sein, statt dessen handle es sich bei ihr um reine Soziologie oder sogar Politikwissenschaft.
Laut G. Gutiérrez liegt aber gerade in dieser Vielschichtigkeit das Wesen der Befreiungstheologie.
Er bezeichnet sie als neue Art Theologie zu betreiben, indem sie den ganzen Menschen und seine sozialen und politischen Bedingungen in den Theologieprozess aufnimmt. In all seinen Büchern betont er immer wieder, dass die Hineinnahme des Weltlichen in die Theologie keinesfalls den Ausschluss des Theologischen und des Spirituellen bedeutet.

Bestandteil des von kapitalistischen Metropolen dominierten internationalen Wirtschaftssystems und damit der internationalen Gesellschaft. Die Entwicklung dieser Metropolen, der Zentren und die Geschichte der Unterentwicklung der Dritten Welt sind miteinander über das internationale System vermittelte, komplementäre Vorgänge. Vorgeschlagen wurde darum von den Dependenztheoretikern eine partielle Abschottung von den Weltmärkten, um die Binnenstruktur benachteiligter Volkswirtschaften verhältnismäßig ungestört entwickeln zu können. Lösungswege angedacht, so dass innerhalb der Dependenztheorien ein pluralistisches Theorienfeld existiert.

Die Dependenztheorie wurde darüber hinaus insbesondere von der Befreiungstheologie aufgegriffen, die in ihr eine auf die lateinamerikanischen Verhältnisse zugeschnittene sozioökonomische Analyse sah, welche der klassische und auch der strukturale Marxismus nicht zu leisten vermochte. Vertreter einer neuen Generation von Dependenztheoretikern sind Aníbal Quijano, Ramón Grosfoguel und Arturo Escobar. Jahrhundert hinein der Erklärungsansatz, die Unterentwicklung Lateinamerikas sei durch den spanischen Kolonialismus bzw. Verharren des Kontinents im Stadium des Feudalismus bedingt. Diese Auffassung wurde von links und rechts gleichermaßen vertreten. 1961 initiierte der US-Präsident John F.

Kennedy die Allianz für den Fortschritt, die von Seiten der USA umfangreiche Entwicklungshilfe und Wirtschaftsinvestitionen für Lateinamerika vorsah. Die Euphorie legte sich jedoch relativ schnell wieder. Das geistige Klima in Lateinamerika hatte sich unterdessen durch den Einfluss der Kubanischen Revolution, der Befreiungstheologie und unorthodoxer Strömungen des Marxismus grundlegend verändert. Kritik an den Dependenztheorien wurde teilweise innerhalb der ihnen verwandten Weltsystem-Theorie, wie Immanuel Wallerstein sie konzipiert hat, aufgenommen. Den Dialog mit der Weltsystem-Theorie führen vor allem André Gunder Frank, Aníbal Quijano und Ramón Grosfoguel. Ab 1974 wurden die Dependenztheorien durch die Arbeiten von Dieter Senghaas im deutschen Sprachraum eingeführt und beeinflussten den entwicklungstheoretischen Diskurs bis in die späten 1980er Jahre. Ein wesentlicher Kritikpunkt an den Dependenztheorien ist, dass sie die Ursachen des niedrigeren Entwicklungsstandes nur in den Außenhandelsbedingungen, nicht aber in den internen Bedingungen und politischen Entscheidungen der Entwicklungsländer suchen.

Ihr Verdienst liegt weniger in ihrem Erklärungswert, als in ihrer Fragestellung, mit der sie den linearen Fortschrittsoptimismus der Modernisierungstheorien herausforderten. Oliver Alber von Köster: Umweltpolitik und Umweltschutzwirtschaft. Bernecker, Thomas Fischer: Entwicklung und Scheitern der Dependenztheorien in Lateinamerika. Fernando Henrique Cardoso, Enzo Faletto: Abhängigkeit und Entwicklung in Lateinamerika. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1976, ISBN 3-518-00841-2. André Gunder Frank: Kapitalismus und Unterentwicklung in Lateinamerika. Franz Furger, Joachim Wiemeyer, Deutsche Bischofskonferenz, Sachverständigengruppe Weltwirtschaft und Sozialethik: Von der Dependenz zur Interdependenz.

Ramón Grosfoguel: Developmentalism, Modernity, and Dependency Theory in Latin America. Mabel Moraña, Enrique Dussel, Carlos A. Latin America and the Postcolonial Debate. Aníbal Quijano: Die Paradoxien der eurozentrierten globalen Moderne. Cristóbal Rovira Kaltwasser: Die Dependencia-Schule im Kontext der Globalisierungsdiskussion. Ein Beitrag zur Überwindung der Diskontinuität in der lateinamerikanischen Sozialwissenschaft. Arno Tausch: Did Recent Trends in World Society Make Multinational Corporations Penetration Irrelevant?

Looking Back on Volker Bornschier’s Development Theory in the Light of Recent Evidence. In: Historia Actual On-Line 6, 2005. Andreas Novy über die Dependenztheorie auf der Seite lateinamerika-studien. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1974, S.