Ausgrenzung der Homosexuellen aus der ‚Volksgemeinschaft‘ PDF

Bis zur Schließung durch die Nationalsozialisten war das Eldorado ausgrenzung der Homosexuellen aus der ‚Volksgemeinschaft‘ PDF Berlin einer der zentralen Schwulen-Treffpunkte. Bis zur Machtübernahme durch die Nationalsozialisten im Jahr 1933 war Berlin eine Stadt mit vielen schwulen und lesbischen Kneipen, Nachtklubs und Cabarets. Führende Partei-Ideologen der NSDAP vertraten die Ansicht, dass Homosexualität inkompatibel mit dem Nationalsozialismus sei.


Författare: Jürgen Müller.

Forschungen zur Verfolgung der Homosexuellen im Nationalsozialismus waren lange Zeit von dem Topos bestimmt, dass es analog zum Holocaust der Juden einen Holocaust der Homosexuellen gegeben habe. Grundlagenforschungen zur Homosexuellenverfolgung Anfang der 90er Jahre haben indes nachgewiesen, dass es keinen Holocaust der Homosexuellen gegeben hat und dieser auch kein Handlungsziel nationalsozialistischer Politik war. Als gesichert gilt, dass das Ziel der NS-Politik die vollständige Unterdrückung der Homosexuellen war. Seit Beginn der 90er Jahre stellen Lokalstudien den Forschungsschwerpunkt im Rahmen der Homosexuellenverfolgung in der NS-Zeit dar, die Einblicke in die lokale Verfolgungspraxis ermöglichen. In diesem Kontext ist auch die Untersuchung von Jürgen Müller anzusiedeln, die sich durch eine intensive Quellenarbeit auszeichnet. Ihm ist es gelungen, mehrere neue Quellen aufzutun, so dass die Quellenbasis zur Erforschung der Verfolgung von Homosexuellen in Köln während des Nationalsozialismus sich letztlich als vergleichsweise günstig herausgestellt hat. Sie ermöglicht einen detaillierten Einblick in die Verfolgungspraxis: von der Verbrechensaufklärung der Polizeien über die Strafjustiz der Gerichte bis hin zur KZ-Einweisung durch die Kriminalpolizei. Die Studie schließt eine Lücke in der Erforschung der NS-Zeit in Köln, doch geht die Relevanz der Untersuchung weit über den Rahmen einer Lokalstudie hinaus.

Adolf Hitler schützte seinen Duzfreund so lange, wie dieser ihm nützlich war. Mit der Ermordung Röhms war die Bahn frei für die von Himmler angestrebte Verfolgungspolitik. Aktivitäten bald auf die Bekämpfung der Homosexualität konzentrierte. Zweifellos sah Himmler die größte Gefahr in jenen Homosexuellen, die in Staat und Partei in Amt und Würden standen. Von einem bekannten Wissenschaftler gehen uns die nachfolgenden Ausführungen zu, die sich mit den letzten Vorgängen in Deutschland unter einem besonderen Aspekt beschäftigen.

Seit einigen Wochen erhalte ich mündliche und schriftliche Berichte, aus denen hervorgeht, dass unter den homosexuell veranlagten Personen Deutschlands eine schwere Panik ausgebrochen ist. In den folgenden Jahren wurde die Homosexuellenverfolgung weiter professionalisiert und institutionalisiert. Verhalten, das die Leistungsfähigkeit des Staates und den männlichen Charakter des deutschen Volkes bedrohe. Man beschuldigte sie, Verschwörercliquen und einen „Staat im Staate“ zu bilden, die öffentliche Moral zu zerrütten und die Geburtenrate in Deutschland zu gefährden. Die nationalsozialistische Verfolgung schwuler Männer vollzog sich primär über die am 28. Juni 1935 beschlossenen und am 1. Im Gegensatz zur preußisch-kaiserlichen Version aus dem 19.

November 1941 ordnete Hitler die Todesstrafe für homosexuelle Betätigung durch Angehörige von SS und Polizei an. Himmler forderte seinerseits in einem Befehl vom 7. Die Zahl der Männer, welche wegen homosexueller Vergehen verurteilt wurden, stieg ab 1935 rapide an bis zum Kriegsbeginn 1939. Häufig wurden sie nach Verbüßung der gegen sie verhängten Gefängnisstrafe, manchmal aber auch, ohne dass sie gerichtlich verurteilt worden waren, von der Gestapo in Konzentrationslager verschleppt.

Schwule, die sich nicht anpassten und ihre sexuelle Orientierung unterdrückten, sollten in Konzentrationslager geschickt werden, um sie durch Arbeit umzuerziehen oder zu vernichten. Ein Beispiel einer gezielten Mordaktion ist die Ermordung von rund 200 homosexuellen Männern von Juli bis September 1942 im Außenlager Klinkerwerk des KZ Sachsenhausen. Antihomosexuelle Gesetze waren in der westlichen Welt weit verbreitet, doch die Verfolgungsmaßnahmen der Nationalsozialisten waren beispiellos. Bis in die 1970er Jahre, als zahlreiche dieser Gesetze entschärft wurden, fühlten sich viele schwule Männer nicht sicher genug, um ihre Geschichte zu erzählen. Inwieweit homosexuelle Frauen vom NS-Regime verfolgt wurden, ist umstritten. Der Historiker Alexander Zinn vertritt die These, dass lesbische Frauen nicht als solche verfolgt wurden. In Deutschland fielen sie nicht unter den Homosexuellenparagraphen 175, obwohl NS-Juristen dieses immer wieder diskutierten.

175 hatte bis 1969 in der Bundesrepublik Deutschland bestand, in der DDR kehrte man 1950 durch eine Entscheidung des Obersten Gerichts der DDR zur Fassung vor 1935 zurück. Bad Ischl veröffentlichte 1947 im Selbstverlag das Buch Zebra. Ein Tatsachenbericht aus dem Konzentrationslager mit 32 selbstgezeichneten Abbildungen. Gezwungenermaßen verschwieg er darin jedoch, weshalb er verschleppt wurde.

Im Buch wird auch Josef K. 1945 sechs Jahre im Konzentrationslager überlebt hatte. Die Männer mit dem Rosa Winkel war erstmals ein Bericht schwuler KZ-Überlebender in Buchform. Dies wurde dann auch in mehrere Sprachen übersetzt. Der Rosa Winkel von Josef Kohout, der im United States Holocaust Memorial Museum aufbewahrt wird, ist auch einer der letzten erhaltenen.

Denkmäler, die an die Verfolgung schwuler Männer erinnern, entstanden ab 1984, zunächst in den Gedenkstätten auf dem Gelände ehemaliger Konzentrationslager. Als erste israelische Stadt erhielt Tel Aviv im Januar 2014 ein Mahnmal für verfolgte sexuelle Minderheiten. Das Denkmal hat die Form eines rosa Winkels. Dynes: The Nazi Persecution of Homosexuals: Bibliography.

Ralf Bogen: „Vorkämpfer im Kampfe um die Ausrottung der Homosexualität“. Die Geheime Staatspolizei in Württemberg und Hohenzollern. Schmetterling-Verlag, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-89657-138-0, S. Fischer-TB, Frankfurt am Main 2004, ISBN 3-596-15973-3.