Ausgewählte Kapitel der Brauereitechnologie PDF

Dieser Artikel existiert auch als Audiodatei. Die Herstellung von Bier mit Weizen erfolgte bereits ausgewählte Kapitel der Brauereitechnologie PDF Jahrtausenden in Babylon und Ägypten. Heutige Weizenbiersorten entstanden erst mit dem 16.


Författare: Martin Krottenthaler.
Dieses Handbuch richtet sich gleichermaßen an Studenten der Brauereitechnologie und praktizierende Technologen und bietet einen umfassenden Überblick über Rohstoffe, moderne Anlagen- und Verfahrenstechnik, Qualitätsmerkmale, Stabilitäten, Sensorik, Mikrobiologie, Spezialbiere und Gesundheitsaspekte.
In übersichtlichen und gut verständlichen Tabellen und Abbildungen werden biochemische Grundlagen und technologische Zusammenhänge eindrucksvoll veranschaulicht.
Diese Übersichtlichkeit und die Diskussion verschiedener Problemfälle nebst Präsentation entsprechender Lösungsansätze machen dieses Handbuch für die Praxis unverzichtbar.
Die einzelnen Beiträge wurden für die zweite Auflage von den Autoren noch einmal kritisch durchgesehen und aktualisiert.

Bayerisches Weizenbier ist obergärig und hat in der Regel einen Stammwürzegehalt zwischen 11 und 14 Grad Plato. Der Alkoholgehalt liegt entsprechend bei fünf bis sechs Volumenprozent. Ein Weizenbierwirt aus dem Jahr 1685, porträtiert in den Nürnberger Hausbüchern. 1548 erhielt der Freiherr von Degenberg das Privileg zugesprochen, nördlich der Donau Weizenbier zu sieden. Als 1602 das Geschlecht der Grafen von Degenberg im Mannesstamm ausstarb, fiel das Privileg zum Weizenbierbrauen an den bayerischen Herzog Maximilian IV.

1607 das erste und älteste noch bestehende in Kelheim. Bald wurde Weizenbier auch in anderen deutschen Ländern gebraut. Seit 1643 wurde in Nürnberg, damals noch Freie Reichsstadt, auf Betreiben des Rates Weizenbier gebraut. Auch hier gab es ein Monopol der Obrigkeit, Weizenbier zu brauen. Die Einnahmen aus den Weißen Brauhäusern im Rentamt Straubing gingen allerdings in die Privatkasse des Landesherrn. Darüber hinaus wurden die Wirte im ganzen Land verpflichtet, Weizenbier auszuschenken, andernfalls würde ihnen die Schankgenehmigung entzogen.

Jahrhundert ging der Marktanteil des Weizenbieres stetig zurück, und mit Gesetz vom 6. August 1798 hob der bayerische Kurfürst Karl Theodor das Monopol auf. Bayerische Weizenbiere werden mit obergäriger Hefe gebraut. Weizenjungbier gelangt in der Regel endvergoren zur Nachgärung, auch Reifungsphase genannt, in die Flasche. Eine wärmere Reifung begünstigt die Esterbildung. Mit steigender Temperatur und Warmlagerdauer steigt allerdings auch die Autolysegefahr.