Argumentation und moralisches Handeln PDF

Jahrhunderts ist der Ausdruck theologia moralis die gebräuchliche Bezeichnung für die Reflexion des Sittlichen aus argumentation und moralisches Handeln PDF Perspektive. Ein erster Lehrstuhl für Christliche Gesellschaftslehre entsteht 1893.


Författare: Winfried Rösler.
Die Frage, ob und in welcher Weise moralisches Handeln argumentativ vorbereitet und begründet werden kann, ist das Thema der Konstruktiven Ethik der sog. Erlanger Schule. Im Zusammenhang der Beantwortung dieser Frage hat Oswald Schwemmer eine Rekonstruktion der praktischen Philosophie Kants durchgeführt. In der vorliegenden Arbeit wird anhand dieses Rekonstruktionsprogramms das Modell der Konstruktiven Ethik einer kritischen Analyse unterzogen. Dabei werden vor allem die Differenzen zwischen dem moralphilosophischen Ansatz Kants und dem des Konstruktivismus herausgearbeitet sowie Möglichkeiten und Grenzen einer rekonstruktiv verfahrenden Textinterpretation aufgezeigt.

Die Sonderstellung der Sozialethik wird insb. Theologen insofern für problematisch gehalten, als sowohl in Fragen der Moralbegründung und Fundamentalmoral im Allgemeinen wie auch in vielen Anwendungsfragen der Speziellen Moral ein Einbezug individualethischer wie auch sozialethischer Gesichtspunkte für nötig gehalten wird. Daraus resultiert, dass im gegenwärtigen Wortgebrauch v. Während letztere Redeweise die traditionellere ist, wird derzeit vielfach für erstere plädiert. Im Unterschied zu einer allgemeinen philosophischen Ethik setzt die Moraltheologie ein dezidiert christliches Menschenbild und Weltverständnis voraus. Ob dieses auch Grundlage für die Begründung bestimmter sittlicher Normen sein sollte, wird kontrovers beurteilt, siehe hierzu den Hauptartikel Theologische Ethik. Generell lässt sich die Moraltheologie in zwei Teilgebiete einteilen, eines ist die sogenannte Fundamentalmoral.

Sie reflektiert auf die Grundbegriffe und Methoden von Moralbegründungen und der theologischen Ethik bzw. Biomedizin, Wirtschaft, Politik, Medien, Umweltschutz, Friedenssicherung etc. Ein Handelnder ist oftmals im Zweifel darüber, was zu tun gut und richtig ist, insbesondere, wenn das eine bestimmte Handlungsalternative verlangende Gesetz subjektiv zweifelhaft ist. Das spitzt das allgemeine moralische Problem insb. Tutiorismus verlangt entsprechend die Befolgung aller Gesetze. Dabei geht dieser von der Annahme aus, dass der Mensch sündigen muss, begründet mit einem den Menschen nötigenden Einfluss der Ursünde, die zu einer verderbten menschlichen Natur führe.

Der gemäßigte Tutiorismus, der von verschiedenen Löwener Professoren im 17. Jahrhundert vertreten wurde, anerkennt die strittige Formel vom nichtbindenden zweifelhaften Gesetz, beschränkt aber die relevante Zweifelhaftigkeit auf Fälle, in denen höchste Wahrscheinlichkeitsgründe gegen seine Geltung sprechen. Handlung moralisch erlaubt ist, wenn sie aus annehmbaren Gründen getan wird. Gewissensgründe vor, so kann ein Vertreter des Probabilismus dies als gerechtfertigt ansehen. Diese Position entlastet davon, stets weiter zu prüfen, ob für eine andere Alternative nicht noch bessere Gründe sprechen. Im Zweifelsfall kann das Handeln der Person als erlaubt beurteilt werden, wenn dafür positive subjektive Gründe sprechen. Der Laxismus ist die extreme Gegenposition zum Tutiorismus: eine Handlung gegen ein Gesetz sei auch dann moralisch erlaubt, wenn dafür nur eine geringe Wahrscheinlichkeit besteht.