Amalie von Gallitzin PDF

Ihnen Beiträge zu Themen der katholischen Welt. Die Beiträge unterliegen in der Regel dem Urheberrecht. Sie befinden sich im biographischen Bereich. Stolberg gehörte einer lutherischen Adelsfamilie an, die durch den Dreißigjährigen Krieg amalie von Gallitzin PDF war.


Författare: Mathilde Köhler.
Gräfin Amalie von Schmettau, Hofdame im Berlin Friedrichs des Großen, wird im August 1768 Frau des russischen Fürsten Dimitri A. Gallitzin, den Katharina die Große zu ihrem Gesandten in Holland ernennt. Durch Herkunft und Heirat ist der Lebensbogen dieser Frau hochgespannt. Doch sie sucht die Wirklichkeit ihrer Gegenwart und nennt es Wissenswut und Wut im Lieben, wenn sie sich in alle Geisteströmungen dieses aufgewühlten Jahrhunderts zwischen Aufklärung und Romantik versenkt und die Widersprüche auflösen will. Sie wird so zu zentralen Frauengestalt dieses revolutionären Jahrhunderts, das dem Individuum neue Freiheiten versprach.

November 1750 in Bramstedt im damaligen Herzogtum Holstein geboren und studierte in Halle und Göttingen Rechtswissenschaft. Erneuerung wirkenden evangelischen Zürcher Prediger und Schriftsteller, mit dem er Freundschaft schloß. Er trat in den Dienst des Herzogs von Oldenburg, der gleichzeitig protestantischer Fürstbischof von Lübeck war, und wurde schließlich 1791 Regierungspräsident im Hochstift Lübeck und Domherr von Lübeck. Zunehmend beunruhigte er sich über das Eindringen des Unglaubens in den Protestantismus und dessen Theologie. Mit Gewinn dagegen vertiefte er sich in die „Nachfolge Christi“ des Thomas von Kempen und in die Schriften der katholischen Theologen François Fénelon und Franz von Sales. Auch der Tod seiner innig geliebten Frau Agnes von Witzleben am 16.

November 1788 trug dazu bei, seine Gedanken auf die Ewigkeit zu richten. Kreis im Juli 1791 in Münster. Ab 1793 kam es zu einem intensiven theologischen Gedankenaustausch in Briefen und gegenseitigen Besuchen. Januar 1792 wurde er auf seiner Italienreise von Papst Pius VI. Privataudienz empfangen und von dessen Persönlichkeit beeindruckt.

Vor allem aber war er kurz zuvor von der feierlichen und würdevollen Liturgie des päpstlichen Hochamtes am Weihnachtsfest ergriffen worden. Doch wäre er niemals allein aufgrund von Gefühlen katholisch geworden. Jacobi kündigte ihm die Freundschaft, Johann Heinrich Voß verfolgte ihn mit haßerfüllten Pamphleten. Peter Friedrich Ludwig von Holstein-Gottorp, der Fürstbischof von Lübeck und Regent des Herzogtums Oldenburg, entließ Stolberg auf dessen Gesuch hin mit ehrlichem Bedauern. Stolberg zog mit seiner Familie nach Münster. Dort begann er mit der Unterstützung seiner Freunde aus der Gallitzinschen „familia sacra“ sein Werk „Geschichte der Religion Jesu Christi“, das von 1806 bis 1818 in fünfzehn Bänden in Hamburg erschien, bei Friedrich Perthes, dem Schwiegersohn des Matthias Claudius, den übrigens Stolberg in den Gallitzin-Kreis eingeführt hatte. Die Dissertation, die Scheffczyk über dieses Werk unter Franz Xaver Seppelt erstellt hat, trägt den aufschlußreichen Untertitel „Die Abwendung der katholischen Kirchengeschichtsschreibung von der Aufklärung und ihre Neuorientierung im Zeitalter der Romantik“.