Allgemeine Literatur-Zeitung vom Jahre 1842, Vol. 4 PDF

Leben-in-Luxor-Lexikon der Orientreisenden, Ägyptologen, Abenteurer und Künstler des 19. Wir freuen uns über einen Allgemeine Literatur-Zeitung vom Jahre 1842, Vol. 4 PDF-mir-Klick am Ende der Seite!


Författare: Unknown Author.

So ließ schon Homer Odysseus in der Odyssee sprechen. Seit Hunderten von Jahren waren Menschen in Europa von Ägypten fasziniert. Sie unternahmen private Reisen und wissenschaftliche Expeditionen, gruben nach Tempeln, Gräbern und Schätzen, dokumentierten Reliefs und Malereien, transportierten die Funde in ihr Heimatland, studierten Hieroglyphen. Damit Sie gleichzeitig die Entwicklung der Ägyptologie verfolgen können, sind die Namen chronologisch nach Geburtsjahren geordnet. Sie können aber auch über die alphabetische Liste direkt auf eine Person zugreifen. Detaillierte Infos zu den Bildern erhalten Sie, indem Sie sie mit dem Mauszeiger berühren. Minutoli sammelte vor allem in Luxor unzählige Artefakte, die er zum einem Teil selbst ausgrub, zum anderen Teil erwarb – insgesamt füllte er 117 Kisten.

97 davon wurden auf dem gecharterten dänischen Frachtsegler „Gottfried“ nach Preußen eingeschifft, doch dieser sank mit samt seiner kostbaren Fracht in der Nacht vom 11. März 1822 während eines schweren Orkans in der Elbmündung bei Cuxhaven. Der Orkan wütete damals 5 Tage, was eine Bergung des Schiffs unmöglich machte. Von Besetzung und Passagieren überlebte nur ein Matrose.

Zur Ladung – die Ladungsliste ist erhalten – gehörten unter anderem ein schwerer Sarkophag aus rotem Granit, mit dessen Bergung Minutoli 200 Arbeiter drei Monate lang beschäftigt hatte, die Spitze einer Pyramide aus Syenit, eine Türeinfassung, Mumien und Tiermumien, Mineralien, Stelen aus unterschiedlichen Materialien sowie Vasen aus Ton und Alabaster. Nach dem Schiffswrack wurde im Lauf der letzten beinahe 200 Jahre mehrfach gesucht, doch obwohl seine Lage ungefähr bekannt ist, wurden bis heute weder das havarierte Schiff noch Objekte aus seiner Ladung gefunden. Bernardino Michele Maria Drovetti war gebürtiger Italiener, nahm jedoch später die französische Staatsbürgerschaft an. In Sachen Antiquitätenerwerb waren Giovanni Battista Belzoni und Henry Salt Drovettis größten Rivalen. Auch Jean-François Champollion zählte zu seinen Feinden. Drovetti stand nicht nur unter dem Verdacht, bürokratische Hindernisse zu erfinden, sondern wurde sogar bezichtigt, die Kunstschätze seiner Rivalen zu zerstören.