Alles auf dem Schirm? PDF

Paulus stammte aus kleinbürgerlichen, ärmlichen Verhältnissen. Ihr Vater, der als Schmied, Tagelöhner und manchmal als Maschinenheizer arbeitete, verstarb 1887. Dieses Ereignis schweißte Käthe Paulus und ihre Mutter, Maria Paulus, so eng zusammen, dass sie zeitlebens alles auf dem Schirm? PDF lebten.


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Vor allem Jugendliche nutzen das Internet und die Mitmachoptionen des Web 2.0, um sich selbst und ihre Verortung in der Welt zu suchen und zu testen. Das kann ihnen zum Vorteil und zum Nachteil gereichen: Kompetent genutzt taugt die vielgestaltige, vernetzte Informationswelt als „Entwicklungshelfer“ und kann dazu beitragen, sich im sozialen Leben souverän zu positionieren. Genauso aber birgt sie das Risiko, sich im Informationswald zu verirren.
Dass Medien eine, wenn nicht gar die zentrale Informationsinstanz für Jugendliche sind, ist unstrittig. Wie sich Jugendliche die heute verfügbaren Informationsnetze zunutze machen, nach welchen Kriterien sie aus der Fülle auswählen, welche Informationen sie selbst verbreiten und unter welchen Bedingungen sie daraus Gewinn ziehen oder in Problemlagen geraten – das sind Fragen, die für die Medienpädagogik wichtig sind. Denn der Umgang mit medialer Information hat hohe Relevanz für eine souveräne Lebensführung in der mediatisierten Gesellschaft.
Die sechste Band der Interdisziplinären Diskurse will zur Klärung dieser Fragen beitragen und so die Entwicklung angemessener (medien-)pädagogischer Handlungsstrategien gegenüber und in den medialen Informationsnetzen anregen.
Gründlich und breit aufgestellt bietet das Buch einen medienpädagogischen Blick auf die aktuelle „Lebenswelt“ des Web 2.0 und bindet im Schwerpunkt die Fragen nach faktischer Nutzung, Chancen und Risiken der digitalen Informationswelten gerade in sozialen Netzwerken ein. Sachgerecht und fundiert werden zentrale „Zugangspunkte“ dargelegt und Thesen entwickelt. Das Buch findet seine Adressaten vor allem in der medienpädagogischen Forschung, kann aber auch zur Reflexion eigener, praktischer Arbeit mit Jugendlichen dienen.
Pfarrer Michael Lehmann-Pape, socialnet.de

Paulus hatte schon in jungen Jahren einen Hang zur Akrobatik. Paulus lernte den Schneiderberuf, was sich später als ideal für ihre Karriere herausstellen sollte. Während eines Kuraufenthaltes in Wiesbaden lernte sie am 21. Juni 1889 den Ballonfahrer Hermann Lattemann kennen und war begeistert von seiner Kunst.

Sie wollte von nun an Luftschifferin werden. Auf Paulus Wunsch hin lehrte Lattemann sie die Kunst des Ballonfahrens und des Fallschirmsprungs. Doch vor dem ersehnten ersten Aufstieg musste Paulus erst lernen, wie Ballone und Fallschirme hergestellt wurden. Auf diese Weise wurde ich mit den technischen Hilfsmitteln, die mit der peinlichsten Vorsicht und Sorgfalt angefertigt werden müssen, vertraut. Bald war Paulus unentbehrlich für Lattemann. Sie hielt seine Ausrüstung instand und flickte die oft in Fetzen zurückkommenden Ballone.

Paulus und Lattemann arbeiteten nicht nur zusammen, sondern waren auch privat ein Paar. März 1891 kam in Frankfurt am Main ihr Sohn, Willy Hermann Paulus, zur Welt. Aufgrund der Schwangerschaft und der Geburt war Paulus bisher nicht selbst im Ballon aufgestiegen. Juli 1893 kam dann der von ihr lange ersehnte Augenblick: in Krefeld hatte Lattemann einen Passagier, und irgendjemand musste Ballon und Passagier nach seinem Absprung unversehrt zu Boden bringen. Paulus wusste nicht viel mehr über das Ballonfahren als ihr Passagier, und durch eine Fehlmanipulation der Ventile stieg sie auf 3500 m, bevor der Ballon fast platzte und dann mit hoher Geschwindigkeit nach unten sauste. Lattemann wollte Paulus erst nicht abspringen lassen.

Ein Jahr später starb Lattemann bei einem fatalen Ballonexperiment in Krefeld. Juni 1894 wollten Paulus und Lattemann gemeinsam im Ballon aufsteigen, sie sollte abspringen, und Lattemann wollte anschließend den Ballon in einen Fallschirm verwandeln und damit sanft zur Erde gleiten. Nachdem Paulus abgesprungen war und sich ihr Schirm geöffnet hatte, zog Lattemann an der Leine. Sie war monatelang ans Bett gefesselt. Aus ganz Deutschland erhielt sie tröstende und aufmunternde Briefe, die es ihr schließlich ermöglichten, weiterzumachen. Sie kaufte vier neue Ballone, mit denen sie Tourneen durch alle europäischen Großstädte durchführte: London, Nizza, Wien, Amsterdam, Berlin, Budapest, Danzig, Düsseldorf, Wiesbaden, Paris und Frankfurt.