Aber die Sprache bleibt PDF

Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Farbe ist ein durch das Auge und Gehirn vermittelter Sinneseindruck, der durch Licht hervorgerufen wird, genauer durch die Wahrnehmung elektromagnetischer Strahlung der Wellenlänge zwischen 380 und 760 Nanometer. Farbe bezeichnet, also aber die Sprache bleibt PDF Mittel, mit denen die Farbe von Gegenständen verändert werden kann, so bei Malerfarben.


Författare: Salean A. Maiwald.
Aus dem Vorwort: Ausgangspunkt für meine Interviews war es, der Frage nachzugehen, wie die deutschstämmigen Juden in Israel mit dem Sprach- und Kulturverlust zurechtkamen, welche individuellen Lösungen sie dafür fanden. Meine Gesprächspartner fand ich meistens zufällig.
Der Verlust der Muttersprache war gerade für die deutsch-stämmigen Juden besonders schmerzlich, weil Deutsch in Israel zur Sprache der Nazimörder geworden war und zeitweilig in der Öffentlichkeit nicht gesprochen werden durfte.
Im aufstrebenden Staat Israel verwischten sich allmählich die Spuren der Herkunft, doch das Verhältnis zu Deutschland, zur deutschen Sprache und Kultur blieb kompliziert und zwiespältig.
Romy Silbermann: „In unserer Familie in Tel-Aviv herrschte eine Atmosphäre wie früher bei uns zu Hause in Berlin. Es wurde ausschließlich Deutsch gesprochen. Auch deshalb habe ich meine Sprache so gut erhalten. – Als Kind verstand ich Hebräisch schnell, wollte es aber nicht sprechen.“ / Fritz Wolf: „Ich will Ihnen sagen, woran dieses Gespräch eigentlich scheitert: In jener Sekunde, als Hitler an die Macht kam, war ich nichts mehr: kein Jurist, kein Mensch, vogelfrei.“ / Eva Avi-Yonah: „Meine Eltern, die zionistisch eingestellt waren, wanderten mit mir 1936 nach Palästina aus. – In Jerusalem gab es die Allianz der Jeckes und es wurde viel Deutsch gesprochen. Auf der anderen Seite war es verpönt, zeitweilig regelrecht verboten. Das habe ich deutlich erfahren, als die Verbrechen der Nazis hier bekannt wurden.“ / Gabriel Bach: „Als ich Eichmanns Schritte zum ersten Mal auf dem Flur hörte, las ich die Autobiographie von Rudolf Höß, dem Kommandanten von Auschwitz. Er beschrieb, daß es Tage gab, an denen sie tausend Kinder in die Gaskammern schickten und daß ihm gelegentlich die Knie zitterten, wenn er die Kinder in die Gaskammern stieß und sich dann über seine Schwäche schämte.“ / Miriam Mishori: „Deutschland bleibt für mich auch heute noch mit der Vergangenheit verknüpft. Es bleibt das unheimliche Gefühl. Deutsch ist für mich ein Synonym für die Vergangenheit und ruft immer noch Antigefühle hervor.“ / Jacob Pins: „Ich bin Maler. Ich habe auch in Deutschland ausgestellt. Bei einer Eröffnung war ich anwesend und habe verlangt – das war meine Bedingung –, daß keine älteren deutschen Besucher dabei sind. Ich will sie nicht sehen, will sie nicht sprechen.“ / Manfred Winkler: „Hebräisch. Es ist die Geschichte einer großen Liebe zu dieser uralten Sprache. Es ist eine sprachlich-musikalische Ergriffenheit von der vokalreichen Struktur dieser Sprache.“

Die Farbwahrnehmung ist eine subjektive Empfindung, welche nicht nur durch die Art der einfallenden Lichtstrahlung, sondern auch durch die Beschaffenheit der Augen, Empfindlichkeit der Rezeptoren und den Wahrnehmungsapparat bestimmt wird. Lichtfarbe beschreibt die Strahlung von Leuchten und Strahlern, wie im Falle der farbigen Schatten. Eindruck, der unter dem Einfluss der Lichtfarbe von einem Körper ausgeht. Kolorit ist im Sinne der Farbgestaltung ein Fachausdruck der Malerei und Fotografie.

In diesem Artikel wird nicht das Entstehen von Farben erläutert und die ergänzenden Begriffe zur Farbe werden unter Grundfarbe behandelt. Sie entsteht durch den visuellen Reiz in Farbrezeptoren als Antwort auf eine Farbvalenz, so wie ein mechanischer Reiz durch Druck oder Rauheit hervorgerufen wird. Farbe ist nicht die Eigenschaft eines betrachteten Objekts oder gesehenen Lichtes, sondern sie ist subjektives Empfinden, dessen physikalische Ursache die Intensitätsverteilung elektromagnetischer Wellen zwischen 380 nm und 780 nm ist. Das optische Phänomen der Farbwahrnehmung ist ein Forschungsgebiet von umfassender Komplexität.

Farbe lässt sich aufgrund der drei Arten von Farbrezeptoren beim Menschen als dreidimensionale Eigenschaft darstellen. Grundsätzlich unterscheiden sich Licht- und Körperfarben. Körperfarben entstehen, wenn einfallendes Licht auf einer Körperoberfläche teilweise absorbiert und anderenteils ins Auge reflektiert wird. Wahrnehmung: Das HSV-Modell ist bezogen auf die Wahrnehmung nicht gleichabständig.

Rotation auf dem HSB-Farbkreis gibt im Gelbbereich einen stärkeren Farbkontrast als im Rotbereich. Farbe auch Ausdruck für die Unterscheidungskriterien dieser Qualität. Gras hat die Farbe Grün, Blut hat die Farbe Rot, eine Zitrone hat die Farbe Gelb. Diese Wahrnehmung einer Qualität eines visuellen Eindruckes entsteht vor der Benennung durch Worte. Worte beschreiben Eindrücke: Blau, Tiefblau, Blassblau, Himmelblau, Rotblau. Farbunterschiede können benannt werden und so ist es möglich Wahrnehmungen auszutauschen. Dem liegt die konventionelle Übereinkunft zugrunde, von Generationen geprägt und in der Kindheit erlernt.

Farbnamen dienen zum gemeinsamen Verständnis der Umwelt. Hinzu kommen weitere nichtverbale Konventionen: Rot ist an der Ampel oben und Grün ist bei der Ampel unten. Darüber hinaus beeinflussen die Farbwirkung und den Eindruck auch Farbstimmungen, die zeitliche und räumliche Vorwirkung, individuelle Erfahrung und Training der Wahrnehmung. In allen modernen Sprachen gibt es eine große Zahl nuancierender Wörter für einzelne Farben. Unser Bedürfnis, Farben zu benennen, wird mit der Zeit immer stärker.

Bedingt durch die Einflüsse der Umwelt kennen nach einer Studie aus den 2010er Jahren Vierjährige so viele Farbbezeichnungen wie vor 100 Jahren Achtjährige. Lücken dieser Art können durch Entlehnung aus anderen Sprachen oder durch Umfunktionierung bereits vorhandener Gegenstandsnamen gefūllt werden. Die Wortbedeutungen unterliegen oft einem von sozialen und kulturellen Faktoren bestimmten Wandel. Im Deutschen bedeutete braun im 17. Schwierig war aus frūheren Zeiten der begriffliche Unterschied zwischen Purpur, Violett und Lila. Die Bezeichnung Sahara als Oberflächenfarbe von Autos steht symbolisch für Sehnsucht oder Weite, und Ferrari-Rot soll Gedanken an Leistung und Geschwindigkeit wecken. Sprachperioden bietet das historische Lexikon von William Jervis Jones eine Sammlung von Farbnamen und Ableitungen mit Textbelegen.