Ab in die Ferien – Südtirol PDF

O-Ton der Festansprache von Luis Trenker anlässlich seines 80. Luis Trenker war der Sohn ab in die Ferien – Südtirol PDF Holzbildhauers und Malers Jakob Trenker und seiner Frau Karolina geb.


Författare: Wilfried Bahnmüller.
Mit Kindern die nördlichste Provinz Italiens entdecken
Ob familiäre Naturerlebnisse am Pragser Wildsee oder lehrreiches Ötzimuseum in Bozen, ob kindgerechte Führung durch Schloss Taufers oder aufregende Wanderung in der Bletterbachschlucht: Ein Urlaub in Südtirol bietet perfekte Erlebnisse für Groß und Klein. Dieser Ferien- und Wanderführer bereitet Sie bestens vor für Ihren Familienurlaub in Südtirol. Damit sowohl die Eltern als auch die Kinder noch lange von ihren Ferienerlebnissen schwärmen können!

Am Ersten Weltkrieg nahm er von Beginn an teil. Nach Kriegsende unternahm Trenker erfolglose Versuche, in Bozen eine kaufmännische Existenz zu gründen. Schließlich nahm er sein Architekturstudium wieder auf, das er 1924 an der Technischen Universität Graz beendete. Erste Kontakte zum Film ergaben sich 1921. Trenker wurde von Arnold Fanck für den Film Berg des Schicksals als Bergführer engagiert.

Als Fanck feststellte, dass der vorgesehene Hauptdarsteller nicht klettern konnte, übernahm Trenker die Hauptrolle. Darauf folgten rasch weitere Filme, zunächst als Schauspieler, ab 1928 auch als Regisseur. Als Regisseur debütierte er 1928 mit dem Stummfilm Der Kampf ums Matterhorn. Dem Engagement von Carl Laemmle ist es zu verdanken, dass Trenker in Hollywood englischsprachige Versionen seiner ersten beiden Tonfilme herstellen konnte. Neben seinen Filmen veröffentlichte Trenker eine Reihe von Romanen, Artikeln und Erlebnisberichten. Seine erste Veröffentlichung war ein Bericht über die Dreharbeiten zum Kampf ums Matterhorn, den er auf Anregung Theodor Wolffs für das Berliner Tageblatt schrieb.

Trenkers Art, sich anderer Autoren oder fremder Stoffe zu bedienen, brachte ihn auch vor Gericht. Bereits Arnold Fanck warf ihm Ende der 1920er Jahre vor, eine Filmhandlung aus Fancks Drehbüchern übernommen zu haben. Die Aussage zweier Mitarbeiter Fancks, die fortan für Trenker arbeiteten, verhinderte eine Verurteilung. Ein Hauptthema in Trenkers künstlerischem Schaffen ist die Idealisierung eines der Heimat- und Bergwelt verbundenen Lebens, das häufig der Dekadenz der Städte und Stadtbewohner gegenübergestellt wird. Sein Filmschaffen in Italien hatte die ideologischen Erwartungen Benito Mussolinis erfüllt. Trenker, der ab 1927 in Berlin lebte, trat schon im September 1933 der nationalsozialistischen Reichsfachschaft Film bei.

Trenker versuchte sich dem Druck der künstlerischen Unterordnung zum Teil zu widersetzen, er fühlte sich vom deutschen NS-Regime immer weiter in die Enge getrieben. Bei den NS-Stellen waren schon früh Beschwerden über Trenker eingegangen, die jedoch ohne direkte Folgen blieben und seinen Stellenwert für die NS-Spitze viele Jahre lang nicht beeinträchtigten. 1934 waren Beschwerden beim Reichsfachschaftleiter Film wegen der Verschleuderung des von Trenker nach Südtirol eingeführten deutschen Kapitals eingegangen. Trübung, als er sich nach der Einigung zwischen Mussolini und Hitler nicht recht entscheiden mochte, ob er, der Südtiroler, nun für Italien oder das Deutsche Reich votieren sollte.

Das Lavieren trug ihm böse Kommentare von NS-Funktionären ein. Aufgrund seines Zögerns in der schwierigen Optionsfrage fiel Trenker bei der NS-Führung dann im Frühjahr 1940 in Ungnade. Ich trage dem Führer den Fall Trenker vor. Dieses Schweinestück hat in Südtirol nicht für uns optiert. Kurz darauf wurden auf direkte Anweisung von Goebbels sämtliche seiner Filmprojekte eingefroren oder abgesagt. Ende März 1940 optierte er schließlich fürs Deutsche Reich, versicherte sich aber, dass seine Eltern weiterhin in ihrem Haus in Südtirol verbleiben durften. Dies und seine Bittschreiben an Hitler, Goebbels und Himmler blieben allesamt erfolglos.

Sie, mein Führer können sich verlassen, daß ich zu gegebener Stunde genau weiß, wo ich hingehöre und wo ich zu stehen habe. 1941 wurden das Drehbuch und die Finanzierung eines neuen Films abgelehnt, da Trenker darauf bestanden hatte, in den italienischen Alpen zu drehen. Auch andere Filmprojekte wurden von der Reichsleitung abgelehnt. 1940 verließ er Berlin und zog nach Rom, wo er sich bessere Bedingungen erhoffte und 1942 Pastor Angelicus drehte. Er konnte 1943, diesmal auch wieder in der Funktion des Regisseurs und Autors, in Italien mit den Dreharbeiten zum Film Im Banne des Monte Miracolo beginnen, die er jedoch erst sechs Jahre später in Österreich beenden konnte. Uns begegnet weder ein kraxelnder Freiheitsheld noch ein kriecherisch-unterwürfiger Handlanger oder Kollaborateur.

Trenker wird von Kritikern trotz seines faktischen Berufsverbotes opportunistisches Verhalten gegenüber dem Hitler-Regime vorgeworfen. Trenker war als italienischer Staatsangehöriger von der Entnazifizierung nicht betroffen. Nach 1945 verkaufte er zunächst Schnitzereien aus dem Grödnertal. Er verkaufte neue Schnitzereien als Antiquitäten, nachdem er sie mit Schrot beschossen, mit dem Lötkolben versengt oder zeitweise in der Erde vergraben hatte. Er versuchte ab 1946 das Manuskript von Tagebüchern der Eva Braun in Europa und den USA zu verkaufen. 1948 erschienen die Tagebücher zunächst in Frankreich und Italien als Buch. 1949 setzte er mit der 1937 in Berlin gegründeten Luis Trenker-Film GmbH seine Filmarbeit in München fort.

Er drehte, zunächst in Koproduktion mit der Olympia-Film GmbH München, Kurzfilme über die Bergwelt, Porträts ihrer Bewohner. Es dauerte bis in die 1950er Jahre, bis Trenker, der zwischen München und Bozen pendelte, wieder an alte Filmerfolge anknüpfen konnte. 1959 lief im Bayerischen Rundfunk die Sendung Luis Trenker erzählt an, in der Trenker schwungvoll und packend über sein Leben erzählte. Ab 1965 drehte er überwiegend Dokumentarfilme über seine Heimat Südtirol. So trat er auch regelmäßig in der TV-Kindersendung Sport-Spiel-Spannung auf. Im Jahr 1974 war er eines der Gründungsmitglieder der bayerischen Sektion des Freien Deutschen Autorenverbandes, dem er später auch als Vorsitzender vorstand. Trenker hat den Freilichtfilm, den Film ohne Schminke, entdeckt und hoffähig gemacht.