100 Jahre Deutsches Ledermuseum PDF

Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Angaben ohne ausreichenden Beleg könnten daher möglicherweise demnächst entfernt werden. Bitte hilf Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. 100 Jahre Deutsches Ledermuseum PDF Gerben wird die Verarbeitung von rohen Tierhäuten zu Leder bezeichnet.


Författare: Vanessa Didion.
100 Jahre Deutsches Ledermuseum (1917 – 2017) steht das einzelne herausragende Objekt mit seiner Geschichte und Beschaffenheit im Zentrum. Kulturgeschichte ist gleichsam in das Werk eingeschrieben – gleich welcher Ethnie oder Zeit. Dadurch entwickeln sich spannende Dialoge oder Querverweise: so trifft die Hutschachtel von Johann Wolfgang von Goethe auf die Hausschuhe von Ulrike von Levetzow, Goethes letzter (unerfüllter) Liebe. Der Katalog zeichnet die Museums- und Sammlungsgeschichte nach und zeigt neben den zahlreichen Neuaufnahmen der teilweise zum ersten Mal in der Ausstellung präsentierten Objekte auch Bildstrecken aus dem historischen Fotoarchiv.

In einer Gerberei beziehungsweise Lederfabrik wird durch den Einsatz von Gerbstoffen das Hautgefüge stabilisiert und damit Leder hergestellt. Das Gerben ist eine der ältesten kulturellen Errungenschaften der Menschheit. Zum Gerben und Veredeln von Pelzfellen siehe Pelzzurichtung und Pelzveredlung. Bereits in der Altsteinzeit war die Lederbearbeitung sowohl für den Neandertaler wie auch für den modernen Menschen im mittleren und nördlichen Eurasien erforderlich und selbstverständlich. Mit der Beherrschung des Feuers wurde die gerbende Wirkung des Rauches bekannt. Die Rauchgerbung zählt mit der Gerbung durch tierische Fette zu den ältesten Gerbmethoden. Die Wirkung unterschiedlicher Stoffe wie Rauch, Fett, Pflanzenteile oder Mineralsalze wurde empirisch und wahrscheinlich oft zufällig entdeckt.

Die Entwicklung der Gerberei war stark von der allgemeinen Entwicklungsstufe der Bevölkerungsgruppe und von den unmittelbar verfügbaren Materialien abhängig. Die Ägypter kannten die Verarbeitung von Fellen und Häuten schon vor 5000 v. Abbildungen in Gräbern aus der Zeit um 1600 v. Verarbeitung, aber auch die Herstellung von Leder dar. Die Wirkung gerbstoffhaltiger Pflanzen und von Alaun waren bekannt. Konservierungsmethoden waren die Vegetabilgerbung und die Fettgerbung. Schon zur Zeit der Griechen, aber natürlich auch bei den Römern war die wirtschaftliche Bedeutung der Lederherstellung beachtlich.