Über die Liebe – zu Gott PDF

Wie kann es einen Über die Liebe – zu Gott PDF geben, wenn die Welt so offensichtlich ungerecht, leidvoll und sinnlos ist? Das ist, auf einen Satz reduziert, die Frage der „Theodizee“. Frage ist, aber von ungemein persönlicher Bedeutung.


Författare: Bernd Ziege.
Das Buch beschreibt den Bewußtwerdungsprozeß des Menschen, den Weg derSeele zu mehr Glück und Gelassenheit. Das Geburtsrecht des Menschen liegtin einem Leben in Liebe, Glück, Harmonie und Zufriedenheit. Die Gesetzeder Schöpfung ermöglichen uns eine Entwicklung in der dies zunehmend verwirklichtwerden könnte. Eine zu sehr und nur einseitig auf das Materialistischeausgerichtete Sichtweise entspricht nicht diesen Gesetzen. Die Schöpfungsgesetzeerfordern eine ganzheitliche Betrachtungsweise, eine Zusammenführung vonGegensätzen und deren Aussöhnung. Die einheitliche Weltauffassung, dieseit jeher zentraler Bestandteil der Philosophie und Religion ist, wirdnun durch die neuesten Erkenntnisse der Quantenphysik bewiesen. Der Schlüsselzur Veränderung noch unbefriedigender menschlicher Lebensbedingungen liegtin der Veränderung unseres Denkens, in einem neuen Paradigma zu den Fragenunserer Weltanschauung. Wir benötigen in unserer heutigen Zeit eine größereHinwendung zu geistigen Werten, in denen Liebe, Harmonie, gegenseitigeAchtung im Zentrum des Menschseins stehen und den Sinn des Lebens bestimmen.Der Weg dahin wird hier aufgezeigt.

Menschen, die unfassbares Leid erlebten, stehen vor dieser Frage nicht zuerst als philosophisch Interessierte, sondern als ins Herz Getroffene. Eine Antwort auf diese Frage darf das nicht ignorieren: Es geht nicht nur um eine rationale Auflösung eines Widerspruches zwischen dem guten Gott und den verstörenden Ereignissen dieser Welt. Ich hoffe, mit dieser Katechese einem solchen Anspruch einigermaßen gerecht zu werden und bitte jetzt schon um Entschuldigung, falls mir das nicht gelingt. Auch bitte ich um etwas Geduld: Der erste Teil der Katechese ist nüchtern, sachlich und eher philosophisch. Aber keine Sorge: Ich verliere den Anspruch, neben einer Antwort auch Trost zu finden, nicht aus den Augen.

Versuche, sich der Theodizee zu nähern und ein wenig Heilung, zumindest aber Linderung des Schmerzes, den das Leid verursacht, zu schenken. Buch über einen Vater, dessen Kind entführt und ermordet wird und seine Auseinandersetzung mit Gott. Teile habe ich für diese Katechese übernommen – die anderen Teile sind auch lesenswert. Nicht alle, die vom „großen, unlösbaren Problem der Theodizee“ in der Theologie hören, können die Brisanz nachvollziehen.

Nun will ich niemandem ein Problem einreden, das er selbst nicht hat. Durch diese Beschreibung des Theodizee-Problems wird zudem deutlich, dass wir in der Frage nach Gott immer schon den christlichen Gott vor Augen haben, von dem es heißt, er sei gut und liebevoll. Angesichts des Leids in der Welt stellt sich nämlich nicht die Frage nach der Existenz eines Gottes – sondern nur die Frage nach seiner Güte und Allmacht. Denn: Vielleicht gibt es trotz allen Leids einen Gott, der aber nicht gut, sondern bösartig und grausam ist? Das Theodizeeproblem ist also kein universelles Rätsel: Es ist ein spezielles Problem der Religionen, die an einen personalen, guten und allmächtigen Gott glauben. Für Atheisten stellt sich die Frage nicht: Wenn kein Gott existiert, braucht man seine Güte und Allmacht auch nicht zu verteidigen.

Das Defizit der mangelnden Erklärung für das So-sein der Welt im Buddhismus sieht der Buddhist selbst nicht: Für ihn ist die ganze Welt Teil der Illusion, die mich nur solange bedrängt, wie ich an ihr festhalte. Auch das Judentum hat seine Lösung gefunden, die im Leid die Konsequenz menschlichen Verhaltens sieht. Allerdings denkt die jüdische Theologie weniger in den Kategorien des Individuums, sondern denkt ausdrücklich die Möglichkeit, dass das ganze Volk Israel für die Sünden einzelner zu leiden hat. Das größte Problem stellt die Theodizeefrage für die Christen dar, die an einen vernünftigen und zugleich gütigen, allmächtigen, allwissenden und dem Menschen zugewandten, aktiven Schöpfergott glauben.