Über den Gräben PDF

Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Der Burggraben ist ein Annäherungshindernis über den Gräben PDF unmittelbaren Vorfeld einer mittelalterlichen Burg. Der künstlich angelegte Graben kann das Burgareal vollständig umschließen oder partiell an besonders gefährdeten Stellen von der Umgebung abriegeln. Durch den Graben wurden Angreifer daran gehindert, unmittelbar an das Tor oder die Mauer zu gelangen.


Författare: Romain Rolland.

Als der Sommer 1914 mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs ein jähes Ende findet und lauter nationalistischer Jubel die pazifistischen Stimmen überdröhnt, zeigt sich Romain Rolland, dessen 150. Geburtstag 2016 begangen wird, von euphorischem Überschwang wie hasserfüllter Hysterie unbeeindruckt. Vom Kriegsausbruch in der Schweiz überrascht, bleibt er bewusst dort, arbeitet ehrenamtlich beim Roten Kreuz und steht – wie seine legendäre Schrift – „Über dem Getümmel“. Alsbald scheiden sich an ihm die Geister: Als Symbolfigur wird er entweder aufs schärfste bekämpft oder respektvoll verehrt. Ein Echo-Raum dieser Stimmen ist Rollands Tagebuch der Kriegsjahre, das auf einzigartige, vielschichtige und vielstimmige Weise die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts dokumentiert. Erstmals erscheint nun eine Auswahl aus den weit über 2000 Seiten umfassenden Aufzeichnungen des Nobelpreisträgers von 1915.

Grabenhindernisse waren bereits bei antiken Befestigungsanlagen weit verbreitet, bei römischen Militärlagern wurden sie als fossa bezeichnet. Auch im neuzeitlichen Festungsbau blieb der Graben ein wichtiger Bestandteil. Die häufigste Art des Burggrabens war der Trockengraben, der durch seine Tiefe und gegebenenfalls durch steile Böschungen die Annäherung an die Burg erschwerte. Wassergräben kamen praktisch nur bei Niederungsburgen vor. Die Gräben einiger Niederungsburgen und Stadtbefestigungen wurden erst im Angriffsfall geflutet. Dazu musste ein Fluss oder See in der Nähe der Anlage vorhanden sein.

Besonders Städte ersetzen den Wassergraben gerne durch ein System vorgelagerter Teiche, die in Friedenszeiten als Fischteiche dienen konnten und die Nahrungsmittelversorgung verbesserten. Gräben mit stehendem Wasser hatten den Nachteil, dass das Wasser schnell faulig wurde und der Graben versumpfte, wodurch er leicht zu einer Brutstätte für Krankheitserreger werden und allgemein die Lebensqualität auf der Burg mindern konnte. Gelände die feindliche Annäherung besonders effektiv erschwert wurde. Ein weiterer Vorteil von Wassergräben, die mit natürlichen Gewässern in Verbindung standen, war der vollständige Schutz gegen Unterminierung, also gegen den Bau unterirdischer Stollen oder Sappen, mit denen die Wehrmauer zum Einsturz gebracht werden konnte. Durch das nachfließende Wasser war die Anlage solcher Stollen nicht möglich. Hanggräben in einer zeitgenössischen Darstellung aus dem 14.

Ringgraben: ein die gesamte Burganlage ringförmig umschließender Graben, der bei Niederungsburgen häufig Anwendung findet. Halsgraben: Der Halsgraben ist bei Höhenburgen weit verbreitet, insbesondere bei der Untergruppe der Spornburgen. Er riegelt nur die zugänglichste Seite des Burgareals ab, während die übrigen Seiten durch Steilhänge geschützt sind. Abschnittsgraben: Ein Abschnittsgraben trennt separat befestigte Abschnitte einer Burg voneinander ab, beispielsweise Vorburg und Kernburg oder die einzelnen Teile einer Abschnittsburg. Hanggraben: Ein Hanggraben wird bei Höhenburgen an weniger steilen Hangpartien angelegt und hat oft eine dem Hangverlauf folgende gekrümmte Form, kann aber auch die gesamte Bergkuppe kreisförmig umschließen. Torgraben: Der Graben unmittelbar vor einem Burgtor wird auch als Torgraben bezeichnet.